FRANK SCHULZ

Theorie und Didaktik der bildenden Kunst

Besondere Schwierigkeiten in der Kunstvermittlung bereiten immer wieder Werke, die gar nicht materiell als Werk in Erscheinung treten: Werk der Konzept - und Kontextkunst, in denen eine künstlerische Idee oder das gar Umfeld, in dem es zur Entwicklung einer solchen Idee kommen kann, als Werk zu verstehen ist. Dieses bleibt mithin weitgehend unsichtbar, es gibt lediglich einige materielle Verweise darauf. Die Künstlerinnen und Künstler nehmen sich ausdrücklich zurück: Sie wollen nicht diejenigen sein, die auf der Grundlage einer Idee einen künstlerischen Prozess in einem bestimmten Kontext vollziehen, der zu einem finalen Produkt als Werk führt. Sondern sie liefern den Ausgangspunkt und das Umfeld dafür. Und jetzt kommen die Rezipientinnen und Rezipienten ins Spiel: In deren Vorstellung, aber auch unter deren Mitwirkung sollen diese Ideen weiterentwickelt und umgesetzt werden. Wer sich darauf einlässt, der kann ungeahnte, faszinierende Kunsterlebnisse ganz anderer Art gewinnen.